Asia´s World City

 
31Oktober
2013

你好!Nǐ hǎo, Hong Kong, Macau und Shenzhen

Hong Kong 2013. Unsere Reise vom 31. Oktober bis zum 9. November 2013 nach Asien. Mit Abstechern nach Macau und in die Sonderverwaltungszone Shenzhen.

Hong Kong   Karte Hong Kong   Karte mit Stadtteilen   Flagge Macaus   Flagge Chinas

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你好!Nǐ hǎo, Hong Kong!

Hong Kong die Stadt der Superlativen. Metropole, Finanzzentrum, pulsierende Kulturstadt, Verschmelzung von Ost und West, kulinarische Köstlichkeiten, Kolonialcharme und chinesisches Erbe. 

Die Vorfreude auf Asia´s World City steigt täglich.

Macau, Weltkulturerbe, ehemalige portugiesische Kolonie und Spielerparadies des Ostens. Hier steht das größte Spielkasino der Welt.

Und Shenzhen, das wandelnde China hautnah erleben. Die Stadt mit dem größten Wirtschaftswachstum Chinas.

Viel Spaß beim Lesen unseres neuesten Blogs.

Katja und Monika

P.S. Weitere Blogs unser Reisen unter

www.katja-in-albanien.auslandsblog.de (Okt. 2013)

www.katja-in-korea.auslandsblog.de (Recherchereise für Biographiearbeit nach Daegu, Rep. Korea April 2013)

01November
2013

Hong Kong, Tag 1

Welcome to Hong Kong!
 Skyline mit China Bank   Skyline bei Tag   Hochhäuser   Big Buddha   Tai O   City Bus A11  
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Anreise. Nach 13 Stunden Flug mit Lufthansa über Frankfurt am Main sind wir endlich Freitag Nachmittag in Hong Kong gelandet. Angenehme Temperaturen mit 25 Grad Celsius, hohe Luftfeuchtigkeit, aber trockenes Wetter. Ideale Reisezeit.
 
Imigrationsschalter   bei der Einreise       Ankunft in North Point   Hafen mit Containern   erstes Essen in Hong Kong   Strassenmarkt in North Point
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Nach einer weiteren Stunde durch die City von Hongkong mit dem City Bus A 11 checken wir endlich in unserem Hotel im Stadtteil North Point ein. Das Hotel liegt sehr zentral mit Anschluss an die U-Bahn North Point, Busbahnhof und Straßenbahn. Zentraler und doch sehr ruhig gelegen ist kaum möglich. Angekommen geht´s noch mal vor das Hotel, um im Gewimmel der Straßenküchen noch etwas zu Essen. Die Küche, das steht schnell fest, wird uns in dieser Woche immer wieder begeistern.
 
Göttin   Fischstand   Buddha Figuren   Seidenreiher in Tai O    Skyline von Kowloon
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Aber zuvor noch ein paar Infos zu Hong Kong. 
 
Geographie und Geschichte. Angefangen als britische Kronkolonie diente Hong Kong als Zentrum für den internationalen Handel. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts wuchs die Bevölkerung Hong Kongs weiter an, vor allem durch Flüchtlinge vom Festland. Dies führte dazu, dass auch die Wirtschaft in der Stadt stetig wuchs. Mit der Öffnung der chinesischen Wirtschaft gegenüber dem Weltmarkt wuchs die Bedeutung von Hong Kong als internationaler Handelsplatz mit seiner  traditionellen Verbindung zum Westen.Hong Kong wurde am 1. Juli 1997 zur Sonderverwaltungszone der Volksrepublik China erklärt. Hong Kong ist damit weitgehend unabhängig vom Festland China, vor allem in Bezug auf freie Meinungsäußerung, freien Handel, Justiz und Rechtsstaatlichkeit.

Trotz der vielen kulturellen Einflüsse und der immer wiederkehrenden Neuerfindung der Stadt hat sich der wahre Geist der Stadt nie geändert. Es ist die gleiche Energie der Stadt, die zum Wandel einiger Fischerdörfer in Asia's World City geführt hat, die man heute noch spüren kann.

Multikulturell. In Hong Kong spiegelt sich das hohe Niveau der Toleranz überall wider. Hier teilen sich christliche Kirchen den Platz mit Synagogen, Tempeln und Moscheen. Der in Hong Kong stetig wechselnde Einfluss von außen hat zu dieser ständigen Anpassung und Toleranz geführt. Hong Kong ist die Stadt, wo Weihnachten genauso gefeiert wird wie das chinesische Neujahr und wo Hightech-Wolkenkratzer mit Hilfe eines Feng Shui Meisters gebaut werden.

Alles hat nebeneinander seinen Platz!  

02November
2013

Sightseeing in Hong Kong Island: The Peak

Heute beginnen wir unsere Besichtigungstour, nachdem wir die Oktopus Card für alle Verkehrsmittel gekauft haben, am Western Market in Central in Hong Kong Island. Dieser Bereich läßt sich sehr gut zu Fuss erkunden. Erstes Ziel ist der Man Mo Tempel, der eine Ehrung an den Gott der Literatur „Man“ und an den Gott des Krieges „Mo“ ist. Beide Götter wurden von ehrgeizigen Studenten im kaiserlichen China für erfolgreiche Staatsprüfungen angebetet. Über die strengen Auswahlverfahren sollten die besten Verwaltungsbeamten für das Land gefunden werden.

Man Mo Tempel   Weihrauchspiralen   Cattle Fish Balls, hmmm   Der Tempel von der Strasse aus gesehen   Detail Weihrauchspirale   Dach des Man Mo Tempels

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Erbaut im Jahr 1847, ist er der größte noch vorhandene Man Mo Tempel in Hong Kong. Das Innehalten für einen Moment unter den riesigen Räucherspiralen, die für einen exotischen Duft und Schwaden von Weihrauch sorgen, bilden einen angenehmen Kontrast zur Hektik des nahen BankenviertelsWir sind beeindruckt von der Atmosphäre im Tempel.

Weiter geht es vorbei an den Mid-Level Escalator, den über 800 m langen überdachten Rolltreppen (Gesamtfahrzeit 20 Minuten!), die die Steigung Richtung Peak überwinden, in Richtung Antiques Street und Einstieg der Peak Tram. Alleine die Fahrt mit der Peak Tram ist bereits ein ganz besonderes Erlebnis. Die Peak Tram ist bereits seit 1888 im Dienst. Während der Auffahrt mit der historischen Drahtseilbahn auf den Peak,  den Hausberg, gleiten die Wolkenkratzer von Hong Kong Island in einem unmöglich erscheinenden Winkel an unserem Fenster vorbei.

 The Peak Tram   Sky Terrace   Ausblick   Viel Wind oben beim Peak   Monika und Skyline

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Der Häuser stehen im gefühlten 45° Winkel zur Peak Tram. Den besten Blick auf den Hafen und die imposante Skyline, mit dem neuen Skyscraper „Rasierapparat“ genannt, haben wir vom Lion´s Pavillion. Und wir haben Glück, denn die Sicht ist sehr gut. Der Blick reicht weit bis zum Hafen, wo unzählige Schiffe aller Art zu sehen sind und auch die grünen Hügel Hon Kongs, die die Stadt umgeben.

Plakatwand am Peak   Typhoon Signal No. 1   Morning Rice Drink und Cattle Fish Balls   mit Bruce Lee   Footprints      Ausblick mit China Bank

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Am Abend gehts nach Tsim Sha Tsui auf den anderen Seite des Hafens. Ziel ist die "Avenue of Stars" an der Hafenpromenade. Dank der Filmindustrie ist Hong Kong auch vielen Menschen vertraut, die die Metropole noch nicht persönlich besucht haben. Die Avenue of Stars zollt jenen Namen Tribut, die daran beteiligt waren Hong Kong zum "Hollywood des Ostens" zu machen. Zudem bietet sie einen kaum zu übertreffenden Panoramablick auf die unverwechselbare Skyline vor dem eindrucksvollen Peak.

Leuchtreklame   Menschenmengen am Hafen   Strassen in Tsim Sha Tsui   Skyline bei Nacht   Skyline mit Bank of China

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Mit Gedenktafeln samt Handabdrücken von bekannten Persönlichkeiten, Erinnerungsstücken aus der Filmwelt und einer lebensgroßen Statue des Kung Fu Aktionhelden Bruce Lee.

 Tshirt   Statue von Bruce Lee   Dreharbeiten   Klappe Avenue of Stars   Gegrillter Squid   Dreharbeiten   vor dem Clock Tower

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Attraktion ist die allabendliche „Symphonie of Lights“, ein Lichtertanz mit Laserstrahlen, der von den Hochhäusern der Skyline ausgeht und sehr farbenfroh ist. Die entsprechende Musik zur Symphonie kann man sich als App herunterladen. Wir haben ehrlicherweise mehr von der Show erwartet, die überall beworben wird und sind überrascht, dass jeden Abend Menschenmassen an die Hafenpromenade strömen.  

03November
2013

Outlying Island, Lantau mit Tai O

Heute geht es aus dem turbulenten Zentrum Hong Kongs hinaus zu den Outlying Island, nach Lantau. Lantau steht für Naherholung und bietet neben kleinen Fischerdörfern, Stränden und Klöstern mit den Giant Buddha die größte Attraktion. Aber alleine die Anreise nach Lantau ist ein besonderes Erlebnis. Wir wählen die Ngong Ping 360 °, DIE Seilbahn in Hong Kong! Sie ist das ideale Sprungbrett zur Erkundung der Insel „Lantau Island“  Es ist absolut empfehlenswert nach Lantau mit der Seilbahn zu schweben. Die Attraktion startet ab U-Bahn Station Tung Chung und dauert ca. eine halbe Stunde. Aus der Gondel (die Seilbahn stammt aus Österreich) genießen wir den atemberaubenden Blick aus der Vogelperspektive auf das magische, tiefblaue Meer und die üppigen grünen Berghänge. Nach dem Verlassen der Seilbahn laufen wir durch das große Touristendorf Ngong Ping Village, wo sich eine Vielzahl von Restaurants und Geschäften mit allerei Souvenirs angesiedelt haben. Wir sind froh an diesem Sonntag wieder früh gestartet zu sein, denn später drängeln sich hier tausende Touristen.

360 Grad Abenteuer   Einstieg Seilbahn  lange Fahrt mit der Seilbahn   österreichische Gondel   Glückskatze   Giant Buddha Souvenirstand   Monika mit Buddha       Buddha mit Sockel und Lotusblüte   die riesige Statue   Blick von unten   Deva an der Statue

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Giant Buddha. Schon von weitem ist die riesige Statue von unserer Gondel aus sichtbar und beeindruckt uns. Einst ein einsames Kloster eingebettet in einer üppigen Berglandschaft fand  im Jahr 1993 das Po Lin Kloster mit der Errichtung der außergewöhnlichen Tian Tan Buddhastatue (inoffiziell auch als "Big Buddha" bekannt) seinen Platz. Sitzend, 34 Meter hoch und den Blick nach Norden gen China gerichtet, zieht der majestätische bronzene Buddha täglich tausende Pilger an. Die Augen, Lippen, die Haltung des Kopfes und der rechten zum Segnen erhobenen Hand, verleihen dem massiven Buddha eine Würde und bescheidene Persönlichkeit. Wir erklimmen die 268 Stufen, um diese bemerkenswerte Statue in Augenschein zu nehmen, deren Fertigstellung zwölf lange Jahre dauerte. Die Anstrengung lohnt sich, denn von der Plattform können wir einen schönen Ausblick auf die Berge und das Meer genießen. Der Bau der Statue kostete HK$ 60 Millionen.

vietnamesische Krautrouladen    wackeliges Dessert aus Schildkröte, brrrrrrrrr   betende Mönche    Mönche des Po-Lin Klosters   Räucherkerzen   frische Kokosnussmilch   Monika Lieblingsgebäck
Wunschbaum   vegetarisches Essen im Kloster   Trockenfisch   Buddhastatuen  Fisch auf dem Dach zum Trocknen   Seidenreiher

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Fischerdorf Tai O. Weiter geht es mit dem öffentlichen Bus nach Tai O, dass die Heimat der Tanka ist, einer Gemeinde von Fischern, die seit Generationen ihre Häuser auf Stelzen über dem Watt von Lantau Island errichtet. Diese ungewöhnlichen Bauten sind miteinander verbunden und bilden eine enge Gemeinschaft, die wortwörtlich auf dem Wasser lebt. Diese fremde und faszinierende Welt ist ein Paradies für Fotografen. Wir  spüren  hier noch das ursprüngliche Leben der Fischer außerhalb der Metropole Hong Kong.
Eine neue manuell betriebene Zugbrücke überspannt den engen Strom, der das Städtchen teilt. Diese Zugbrücke hat eine altmodische, an Seilen gezogene "Fähre" ersetzt, die über 85 Jahre lang in Betrieb war. Beliebt sind die Fahrten mit einem Fischerboot durch die kleinen Kanäle. Wir probieren frischen gegrillten Tintenfisch (Squid), der mit Sojasauce bestrichen wird. Einfach köstlich. Auch der Hibiskus-Tee, kalt oder warm getrunken, ist eine Köstlichkeit. Im Garten eines Fischers dürfen wir uns frische Hibiskusblüten pflücken. In großen Fässern wird Shrimps-Paste verkauft, ein echter Verkaufsschlager, der weltweit exportiert wird.

 Häuser auf Stelzen    Kanal hinter der Zugbrücke   Räucherstäbe   Big Buddha   gesalzene Eidotter, Spezialität von Tai O   Blüten vom Hibiskusstrauch für leckeres GetränkTrockenfisch   vegetarisches Mittagessen   süsse Nachspeisen Shimpspaste   Räuchstäbe   Eidotter in der Sonne zum Trocknen   Stelzenhäuser   Stelzenhäuser Seegras zum Trocknen   Fischerdorf Tai O   Häuser am Kanal    Seitenkanal   Stezenhäuser

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04November
2013

Shenzhen in der VR China

Tagesausflug nach Shenzhen. Auch sehr einfachem Weg kommen wir nach Shenzhen. Wir nehmen die U-Bahn und fahren bis zur Endstation Lo Wu an der Grenze. Da wir im Vorfeld uns kein Visum organisiert haben, besorgen wir uns ein "Special Economic Tourism Visa of the Peoples Republic of China" für 160 Yuan direkt an der Grenze. Nach dem Ausfüllen einiger Formulare und kurzem Warten erhalten wir das Visum in unseren Pass. Ein Foto muss übrigens nicht mitgebracht werden, es wird unmittelbar vor Ort mit einer Webcam aufgezeichnet. Eine Bezahlung der Visumsgebühren erfolgt in Yuan oder mit Visa Card, Hongkong Dollar werden nicht akzeptiert.  Das Visum ist 5 Tage gültig, die Sonderwirtschaftszone Shenzhen darf dabei offiziell nicht verlassen werden, was aber in der Regel weder kontrolliert wird noch jemanden interessiert, solange man wieder nach Hong Kong ausreist.

 Flagge China  U-Bahn nach China   Markt  U-Bahn nach China  Strassenküche   Am Bahnsteig   GrenzübergangBahnhof von Shenzhen   Painting Village Dafen    Monika auf dem Vorplatz des Bahnhofs   die ersten Dim Sum auf die Hand   Fässer mit Dim Sum  Ateliers   die zweite Portion Dim SumMao in allen Variationen  Künstler und Landschaftsbild  Malen unter freienm Himmel  Klassiker  Pinsel Fussgängerzone von Dafen Village Chinesisches Nummernschild   Chinesischer Gruppenausflug  Künstler Rahmen Verkauf Dim Sum mit Soja Sauce   Vorlage und Bild  mit frischer Kokosnuss Strassenküche, wieder Nudeln    Tischlerei  Strassenküche   Seitengasse  voll bepackt zurück an die Grenze  Showcooking, FleischspiesseSeitengasse frische Jackfruit  viele Fahrzeuge mit elektrischem Antrieb  Monika mit frischer Kokosnuss  lecker Nudeln  Warennachschub  Fussgängerzone Ingwertee und Reispudding   dampfende Dim Sum    Seitengasse

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Die Sonderwirtschaftszone Shenzhen wurde 1980 als Puffer zur damals britschen Kolonie eingerichtet. Idee der vier damals eingerichteten Sonderwirtschaftzonen war die Erprobung eines kapitalistischen marktorientierten Systems. In wenigen Jahren ist dabei aus einem ländlichen Gebiet mit 30.000 Einwohnern 1979 eine moderne Großstadt mit über acht Millionen Einwohnern erwachsen.

Shenzhen bietet keine kulturellen Highlights, wird bei Tagestouristen abr trotzdem immer beliebter. Und auch wir werden am Abend über diesen Tag begeistert berichten. Shenzhen steht für Schnäppchenjäger hoch im Kurs, auch für gutes Dim Sum oder günstige Massage. Nach Ankunft an der Grenze, direkt am Bahnhof gelegen, wechslen wir ca. 60 Euro in Yuan und fahren mit dem öffentlichen Bus Nr. 306 ca. eine Stunde in Richtung Dafen Village (kostet ca. 20 Cent). Diese Künstlerdorf etwas außerhalb der Millionenstadt ist unser Hauptziel in Shenzhen, sorgt es doch mit seinen ca. 600 Ladenateliers für ein besonderes Aha-Erlebnis. Hier werden unter freiem Himmel wöchentlich tausende gefälschter Renoirs, Rembrandts und Picassos reproduziert. Schon ab 20 Euro erhält man so ein Werk. Die Mona Lisa lacht uns aus vielen Ateliers entgegen. Die Ateliers sind nach Künstlern sortiert, Klassiker stehen neben modernen Bildern. Dazwischen haben sich Tischler angesiedelt, die die Werke rahmen. Alles unvorstellbar günstig und sehr professionell. Wir sind begeistert, auch weil wir am Vormittag die scheinbar einzigen Gäste sind. Die Preise vieler Bilder können zudem noch verhandelt werden. Wir erstehen, weil leider der Koffer keine großformatigen Werke zulässt, zwei handliche Malereien mit chinesischen Schriftzügen. Aber besonders erfreut uns, dass wir den Malern über die Schulter schauen können. Anhand einer Postkarte mit Van Gogh Motiven malen die Künstler großformatige Ölgemälde. Die Qualität ist atmenberaubend. Wirklich perfekt. Interessant in dieser Ort auch, wenn man sich mit Künstlerbedarf eindecken möchte. Pinsel, Farben und Leinwände gibt es in allen Varianten und unvorstellbaren Preisen.

Nach so viel Bildern wollen wir uns mit den berühmten chinesischen Dim Sum stärken. Sie sollen hier besonders lecker sein. Dim Sum bedeutet "Kleine Köstlichkeiten, die das Herz berühren“ und so schmecken sie auch! Mit 150 Variationen auf den Speisekarten- und 2.000 Variationen insgesamt - ist es dennoch eine Herausforderung etwas zu finden, alles sieht lecker aus. Da die Kantonesen frittierte Speisen am Morgen vermeiden, dominieren gedämpfte Speisen die meisten Dim Sum-Menüs. Es gibt auch gebratene, frittierte und gebackene Portionen in Snackgröße.

Monika entscheidet sich für Dim Sum, ich für kantonesische Nudeln in einer Strassenküche. Diese Strassenküche, wo niemand englisch spricht, verfügt über keinen Wasseranschluss. Aber kein Problem, das Essen wird auf kleinen Müllsäcken serviert, die einfach über die Schad+len gestülpt werden. Nach dem Essen werden nur die Müllsäcke getauscht. Der nächste Kunde erhält eine frische Tüte. Das Essen ist so extem lecker, ich kann mich nicht erinnern zuvor so gute Nudeln gegessen zu haben. Wir sitzen am Strassenrand auf kleinen Plastikhockern, neben uns kleine Schuljungen, die dort ebenso zu Mittag essen. Hier fallen wir noch mehr auf, als in Hong Kong. Schade, dass sich unser Chinesisch auf ein paar Wörter beschränkt.

Am Nachmittag, zurück in der Innenstadt Shenzhens, schlendern wir über die Märkte. Ein Kaufhaus reiht sich an das Nächste, ein Markt an den Nächsten. Dort unser getauschtes Geld auszugeben ist gar nicht so einfach. Dazwischen befinden sich unzählige Dim Sum Küchen am Strassenrand. Mutig probieren wir uns durch die kantonesische Küche. So lecker! Besonders günstig sind auch elektonisches Zubehör und technische Spielereien aller Art. Sicher nicht immer Originale, aber doch sehr gelungene Fälschungen. Alles zu Spottpreisen, dass wir uns fragen, wie das überhaupt zu diesen Preisen produziert werden kann. Alles ist ca. 2/3 günstiger als in Hong Kong. Das zieht jeden Tag tausende Pendler an, die Waren über die Grenzen schaffen. Bei der Rückreise schleppen die Menschen Koffer und prallvolle Taschen zurück nach Hong Kong. Kontrollen gibt es scheinbar keine.

05November
2013

Walking Kong Hong: Zu Fuss durch Wong Tai Sin und Kowloon City

Für eine Walking Tour in Wong Tai Sin und auch in Kowloon empfehle ich euch die nachfolgenden Sehenswürdigkeiten, Zeitrahmen ca. einen Tag, wenn man gemütlich unterwegs ist:

Nan Lian Garden. Der Nan Lian Garden ist wirklich ein kleines Paradies inmitten der Hektik und den Hochhäusern. Mit der MTR perfekt zu erreichen ist man nach ein paar Minuten Fußweg auch schon am Eingang und kann in Ruhe den Park bewundern. Die Anlage ist sehr schön gestaltet und auch total gut gepflegt, es waren entspannend wenige Besucher sodass sie außerdem zum Verweilen einlud. Leider regnete es ein Wenig als wir dort waren, doch das tat der Schönheit des Gartens keinen Abbruch. Einzig und allein die Ästhetik der orange lackierten Brücke in der Mitte des Gartens ist Geschmackssache und scheint für mich nicht so ganz zum restlichen Park zu passen. Direkt mit dem angrenzenden Kloster verbunden lohnt ein Besuch dieser beiden Sehenswürdigkeiten und ist den kleinen Abstecher auf jeden Fall wert. Abends
kann man dann ein paar Stationen weiter und im Ladies Market einkaufen, der
Besuch lässt sich wirklich gut kombinieren! Das Gartengelände ist eine herrliche Parklandschaft mit Restaurant (vegetarisch, teuer aber gut), Souvenirshop (lohnt einen Blick hinein), und natürlich viele Blumen, Bonsai und andere Pflanzen. Spazierwege mit vielen Bänken und großer Terrasse (Lunarterrasse). Sehr einfach zu erreichen bis Metrostation Diamond Hill und danach 200 m zu Fuss. Eintritt ist kostenlos.

Eingang rote Brücke und Pagode  Nan Lian  Kontrast: Pagode und Hochhäuser   Nan Lian mit Tempel     Pagodetolle Seerosen   weisse Seerose  rosa Seerose  Souvenirshop   Monika am Shop
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Hong Kong Park. Als eine grüne Oase inmitten der Stadtlandschaft vermischt der Hong Kong Park auf eine ganz besondere Weise Natur und Stadt. Im Park findet sich eine Voliere, ein Gewächshaus sowie das Flagstaff House Museum of Tea Ware und das Hong Kong Visual Arts Centre. Die Voliere in der Gestaltung eines tropischen Regenwaldes ist Heimat von über 80 Vogelarten. Viele exotische Vögel gibt es zu beobachten, die über unsere Köpfe hinwegfliegen. Der Park ist auch ein idealer Ort für tolle Schnappschüsse der umliegenden Wolkenkratzer, wie der Bank of China oder dem HBSC Gebäude von Norman Foster.

exotische Vögel  exotische Vögel  Libelle  Bank of China   Visitor Pass Bank of China  exotische Vögel exotische Vögel   exotische Vögel    exotische Vögel   exotische Vögel

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Temple Street, Nightmarket. Bereits vor Sonnenuntergang haben die Händler ihre Waren ausgelegt und sind die Opernsänger und Wahrsager vor Ort. Willkommen am Night Market in der Temple Street. Der beliebte Straßenbasar, benannt nach dem hier befindlichen Tin Hau Tempel, ist derart durchdrungen von der lokalen Atmosphäre, dass er bereits als Kulisse vieler Kinofilme diente. Schmuckstücke, Elektronikwaren, Uhren, Herrenbekleidung, Jade und Antiquitäten werden eingehend überprüft und gefeilscht während Meeresfrüchte, Reis- und Nudelgerichte für lukullische Stärkung sorgen. Der Temple Street Night Market ist ein Paradebeispiel für das quirlige und bunte Treiben eines chinesischen Marktes, der allabendlich Besucher aus aller Welt anzieht.

        Nudelküche Strassenmarkt mit Snacks   TofuSnack mit Sauce    Monikas Salon für Fussmassage    Squid vom Grill    Am Abend
Ladies Market. Mit über 100 Verkaufsständen für Kleidung, Accessoires und Souvenirs ist der Ladies Market in der Tung Choi Street ideal, um Ihr Verhandlungsgeschick zu trainieren. Der rund einen Kilometer lange Straßenmarkt hat seinen Namen von der Fülle an Kleidung und Accessoires für Frauen jeden Alters. In den belebten Gängen des beliebten Marktes finden Sie aber auch Uhren, Taschen, Kosmetika, Einrichtungsgegenstände, CDs und Schmuckstücke.

Tai Sin Tempel. Der Tempel liegt verkehrsgünstig direkt an der MRT Station Tai Sin. Der Anspruch des Wong Tai Sin Tempels, "jeden Wunsch wahr zu machen", könnte seine Beliebtheit erklären. Die Heimstatt der drei Religionen (Taoismus, Buddhismus und Konfuzianismus), seine natürliche Lage und die wundervoll verzierten Gebäude machen den Tempel gleichermaßen zu einer malerischen Sehenswürdigkeit und einem wichtigen religiösen Zentrum. Der Tempel gedenkt den berühmten Mönchen von einst. Wong Tai Sin (auch bekannt als Huang Chu-ping) wurde im 4. Jahrhundert geboren und in Heng Shan (Red Pine Hill) eine Gottheit. 1915 brachte der taoistische Priester Lian Ren-an ein heiliges Portrait von Wong Tai Sin aus Guangdong im südlichen China nach Hong Kong. Heute beherbergt der Wong Tai Sin Tempel dieses kostbare Portrait und ist Anziehungspunkt für Gläubige, um hier durch Opfergaben für Glück, göttliche Führung und Wahrsagungen zu bitten. Feng Shui-Fans werden vielleicht die Strukturen erkennen, die die fünf gemantischen Elemente darstellen: Der Bronze-Pavillion (Metall), die Archivhalle (Holz), die Yuk Yik-Fontäne (Wasser), der Yue Heung-Schrein (Feuer) - in dem der Buddha der Erleuchtenden Lampe verehrt wird - und die Earth Wall (Erde). Andere Bereiche des Komplexes beinhalten die Halle der Drei Heiligen, die konfuzianische Halle und der extravagant farbenprächtige Good Wish Garden, der großzügig mit Chinoiserie dekoriert ist.

             

                 
Clock Tower und Star Ferry. Mit seiner Höhe von 44 Metern wurde der alte Uhrturm 1915 als Teil des Kowloon-Canton Eisenbahnhofs errichtet. Mittlerweile erinnert nur noch der elegante Turm aus rotem Backstein und Granit an diese Zeit. Dennoch ist der Clock Tower ein unvergessliches Wahrzeichen für Millionen von chinesischen Immigranten, die den Bahnhof passierten, um ein neues Leben in Hong Kong oder aber auch darüber hinaus in anderen Teilen der Welt zu beginnen.  Die Schiffe der Star Ferry Company Ltd. bringen Passagiere über den Victoria Harbour. Seit 1888 gehören sie fest zum Hongkonger Leben und verbinden Hong Kong Island und Kowloon. Die Flotte der Star Ferry befördert 70.000 Passagiere pro Tag, das sind 26 Millionen Menschen im Jahr. Obwohl auch Autotunnel und die U-Bahn MTR Kowloon und Hong Kong Island verbinden, sind die Fähren nach wie vor beliebte, viel genutzte und effiziente Verkehrsmittel. Und ganz besonders beliebt ist die Star Ferry bei Touristen, die bevorzugt die Route Tsim Sha Tsui – Central nutzen. Übrigens kann man auf der Überfahrt sehr gut Fotos der Skyline schießen. Die Fähre ist ein sehr altes Verkehrsmittel und repräsentiert das alte Erbe Hongkongs. Sowohl die Fähre als auch die Gestaltung des Kowloon Piers sehen noch heute aus wie im Film von 1961 "The World of Suzie Wong." Und bis zur Eröffnung des Cross Harbour Tunnels 1972 war die Star Ferry das wichtigste öffentliche Verkehrsmittel zwischen Kowloon und Hong Kong Island.

Dschunke im Harbor         Monika wieder in ihrer dragon bakery    Causewaybay      Star ferry   am Clocktower tolles Fahren oben mit Aussicht     in vielen bunten Farben    mit ipad air     am Clock tower    downtown   kleiner Haustempel     Bambusgerüstbauer     Fitnessgerät im Park  

Mid-Levels Escalators. Die Mid-Levels Escalators sind das größte System von überdachten Fahrtreppen im Freien. Die zahlreichen zusammenhängenden Rolltreppen verbinden den Central und den Western District auf Hong Kong Island. So können die Leute einfach zu Fuß bergab zur Arbeit und bergauf wieder nach Hause kommen.

Hongkong and Shanghai Bank Building (HSBC-Gebäude). Das bizarre Ausnahmebauwerk wurde vom renommierten britischen Architekten Sir Norman Foster entworfen, der übrigens auch als der Architekt für die Reichstagserweiterung in Berlin verantwortlich gewesen ist . Die Zentrale der HSBC-Bank galt zu ihrer Entstehungszeit in den Jahren 1979 bis 1986 als teuerstes Gebäude der Welt. Zu sehen ist der Koloss auch auf zahlreichen Hongkonger Dollar-Noten. Tipp! Die fantastische Fahrt mit der Rolltreppe nicht entgehen lassen.

 Löwen vor der Bank  Foyer der Bank   Ausblick Bank of China    2. Löwe vor der Bank mit Einschusslöchern!!!    einer der vielen Märkte   einer der vielen Märkte am Markt   Tee mit irgendwas dadrin .... schmeckt grausig    Vietnamesische Kost   so lecker!!!!!!!!!!      Fitnessgerät im Park  Bonsaibäume      

06November
2013

Bem vindo! Tagestour nach Macau

Von Hong Kong nach Macau zu kommen, das geht ganz einfach, denn die Schnellfähren  nahe der MRT Central fahren rund um die Uhr. Schon nach 50 Minuten legt man in Macau an. Je nach Saison kann die Einreise nach Macau schon mal etwas länger dauern, denn es kommen täglich Unmengen an Touristen an. Wir hatten Glück, denn in der Woche ist meistens weniger Trubel.

 Die Schnellfähre St. Dominikus Kirche  Grand Lisaboa  Platz und Kirche  St. Pauls Ruinen   The Bubble Show  Haus der Gnade   In der Strassenküche    Maria oben an der Festung   vor den Ruinen   Fleischplatten in allen Varianten  Macau 2013   Macau Grand Prix

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Macau ist die einzige chinesische Stadt in der Glücksspiel erlaubt ist und somit stehen hier neun Spielcasinos bereit, die den Besuchern das Geld ausgeben leicht machen. Das Venetain und das Cotai sind die größten Spielcasinos der Welt. Größer als die Casino´s von Las Vegas.

Haus der Gnade   Fleischplatte  St. Pauls Ruinen  protestanischer Friedhof  protestanischer Friedhof    protestanischer Friedhof      protestanischer Friedhof      vor der Ruinen       mit frischem Saft      Blick von der Festung      The Venetian

(Fotos "doppelklicken", um sie zu vergrößern) 

Die Hauptinsel Macau ist nur 7 km² groß und beherbergt  ca. 300.000 Einwohner, Amtssprache ist Portugiesisch und Kantonesisch, als  Verkehrssprache wird aber auch die englische Sprache eingesetzt. Die Stadt  Macau hat viele Highlights zu bieten, die einen Ausflug von Hong Kong aus auf jeden Fall lohnen. Wirtschaftlich wird auch noch heute fast der gesamte Außenverkehr von Macau über Hong Kong abgewickelt. Wie Hong Kong hat auch Macau eine eigene Währung, den Macau-Dollar. Wir tauschen wieder 60 Euro in Macau-Dollar ein.       

The Venetian im Innern   vor dem The Venetian   im Venetian   The Venetian   In Taipa frische Kröten auf dem Markt  Sam Kai Vui Tempel   Kekse      nochmal Kekse   Macau   endlich mal ein gemeinsames Bild    am Abend

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Macau ist das „Portugal“ Asiens und wird seit rund 450 Jahren von einem Austausch der Kulturen zwischen China und dem Westen geprägt. Das historische Zentrum von Macau wurde im Jahr 2005 in das UNESCO Weltkulturerbe aufgenommen. Wie auf einer Perlenkette reihen sich Tempel, wunderschöne Kirchen, Festungen, Parks und Plätze aneinander. Bei unserem Runsgangdurch die Straßen und Gassen ist das historische Erbe von China und dem Westen überall allgegenwärtig. Der Regierung von Macau ist es wichtig, das heimische Erbe zu bewahren. Deswegen lässt sie viele chinesische und portugiesische Gebäude restaurieren, die die einzigartige und zauberhafte Atmosphäre der Stadt ausmachen.

Stationen unser Tagestour. Der Lotusplatz. Auf dem Lotusplatz neben dem Forum steht die große, beeindruckende Skulptur „Lotusblume in voller Blüte“. Der chinesische Staatsrat übergab 1999 das Denkmal anlässlich der wiedergewonnenen Souveränität Macaus als Geschenk an die Bevölkerung. Die „Lotusblume in voller Blüte“ steht für den immerwährenden Wohlstand Macaus. Und den spüren wir hier überall.

das Zentrum Macaus    Jackfruit   Sesamdrink Sesammühle, weiss und schwarz Hard Rock Cafe Hard Rock Cafe Hard Rock Cafe City of Dreams      Hauptplatz mit Fontaine

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Sie sind weltbekannt. Die Ruinen von St. Paul´s. Vor ihnen zu stehen ist wirklich etwas einzigartiges. Was heute "Ruinen der Kathedrale von St. Paul" genannt wird, war einst die Fassade der Kirche der Mutter Gottes. Jesuiten erbauten das Gotteshaus mit angrenzendem Kolleg zwischen 1602 und 1640. Im Jahre 1835 zerstörte ein Feuer die Gebäude. Du   rch ihre Lage  oberhalb der Stadt erinnert die Kathedrale an die Akropolis. Die erhaltene Fassade ist heute das symbolisches Eingangstor zur Stadt und ein sehr beliebtes Fotomotiv, dass überall in der Welt bekannt ist!

Sam Kai Vui Kun (Kuan Tai Tempel). Der kleine Tempel befindet sich nahe dem alten chinesischen Basarviertel, das heute als St. Dominiks Markt bekannt ist. Folglich hat sich die ehemalige Funktion des Viertels erhalten. Die chinesische Konstruktion im  Herzen des wichtigsten Platzes der Stadt mit seiner primär westlichen Architektur belegt die harmonische Koexistenz  der beiden Kulturen. Der Tempel wird mit alten, chinesischen Geschäftsvereinigungen in Verbindung gebracht, den Vorläufern der chinesischen Handelskammer in der Stadt Macau.

Die Augustinus Kirche. 1591 gründeten spanische Augustinermönche diese Kirche. Von ihr führt stets zu Ostern eine der beliebtesten Prozessionen durch die Stadt. Daran nehmen Tausende von Gläubigen teil. Früher stärkten die Priester zum Schutz vor heftigen Regenfällen das Dach  der Kirche mit Palmzweigen. Aus der Ferne wirkten diese Wedel wie Barthaare von Drachen. Aus diesem Grund gaben die Chinesen der Kirche den Namen Long Song Miu (Tempel des Drachens mit den langen Barthaaren).

Die Festung. Gemeinsam mit den Jesuiten wurde die Festung zwischen 1617 und 1626 errichtet. Sie war die wichtigste Verteidigungsanlage der Stadt. In der Festung befanden sich Unterkünfte für die Soldaten, Brunnen, Kanonen und ein Lager, in dem sich ausreichend Munition und Nahrungsmittel befanden, um einer Belagerung von bis zu zwei Jahren stand zu  halten. Hier oben geniessen wir einen weiten 360 Grad Panorama-Ausblick über die Stadt bis zum Meer

Protestantischer Friedhof. Die Anlage des Friedhofes gibt Einblicke in die macanesische Gesellschaft.  Der  gut erhaltene protestantische Friedhof, neben dem Casa Garden gelegen, erzählt eine umfassende Geschichte der ersten protestantischen Gemeinde Macaus. Der Friedhof und die kleine Kapelle wurden im Jahr 1821 errichtet. Die Kapelle wird heute zu Ehren von Robert Morrison "Morrison Kapelle" genannt. Neben einigen Angestellten der East India Company wurden zahlreiche Persönlichkeiten sowie  Protestanten  aus  den  Vereinigten  Staaten, Britannien und Deutschland auf dem Friedhof beigesetzt. Wir entdecken zahlreiche Gräber aus Norddeutschland von generälen und Seefahrern.

Heiliges Haus der Gnade. Der erste Bischof Macaus gründete dieses Haus im Jahre 1569. Als Vorbild für die Einrichtung diente eine der bekanntesten und ältesten Wohltätigkeitsorganisationen Portugals. Sie gründete zudem das erste Krankenhaus westlicher Ausrichtung in Macau sowie einige andere wohltätige Institutionen, die es noch heute gibt. Der größte Teil des Gebäudes ist im neoklassizistischen Stil gehalten, weist jedoch auch manieristische Einflüsse auf. Abends ist das Haus beleuchtet und bietet gemeinsam mit dem Brunnen ein tolles Fotomotiv.

Senatsgebäude. Das neoklassizistische Gebäude wurde 1784 errichtet. Es war Macaus erste städtische Verwaltung, eine Funktion, die es bis zum heutigen Tag erfüllt. Die Wandmalereien, die Lage der Räume sowie die Anlage des Gartens im Innenhof entsprechen noch dem ursprünglichen Entwurf. Im ersten Stock befindet sich ein prunkvoller Versammlungsraum, eine von kunstvollen Schnitzereien gezierte Bibliothek im Stil des Mafra-Klosters in Portugal und eine kleine Kapelle.

Dragon´s Treasure. Unser Ziel ist nach dem Besuch der Altstadt die  „The Bubble Show“ im Cotai, eine einzigartige Multimedia-Attraktion in der „City of Dreams“. Dazu wählen wir den öffentlichen Bus und fahren ca. eine halbe Stunde hinüber zu den Spielcasinos in Taipa   . Dort lockt das 360 Grad Kino, welches ein Fest für alle Sinne im Casino-Komplex – visuell wie akustisch bietet. „Dragon’s Treasure“ erzählt in knappen 15 Minuten die Geschichte vom Drachen Pearl und seinen geheimnisvollen Kräften, die auch die vier Drachenkönige am eigenen Leibe erfahren. Der Zuschauer verfolgen in der Arena gebannt das unglaubliche Abenteuer durch jedes der magischen Königreiche. Sehr zu empfehlen, Eintritt ca. 5 Euro, die sich lohnen! Die Show hätte länger dauern können!

Kekse. Macau ist berühmt für traditionelle Kekse. Im alten Dorf gibt es die berühmte „Food Street“ Rua do Cunha mit einigen Geschäfte, die seit vielen Generationen Kekse backen und die süßen Leckereien dort auch verkaufen. Überall kann man die Köstlichkeiten  probieren. Nach einem Tag in Macau, können wir keine Kekse mehr sehen, soviel haben wir probiert. In Macau befinden sich diese Läden um den Senatsplatz und in der Rua de S. Paulo in der Nähe der Ruinen von St. Pauls. Viele andere köstliche Backwaren, die man in einheimischen Läden findet, sind ein gutes Mitbringsel, um den "Geschmack Macaus" mit nach Hause zu nehmen. Uns schmecken die frisch gepressten Säfte aus Papaya und Mango noch besser. Extrem lecker. Eine weitere berühmte portugiesische Spezialität in Macau sind die „Pastéis de Nata“, kleine Eierkuchen, die überall in den Straßen verkauft werden. Noch ofenwarm schmecken sie am besten.

08November
2013

Aderdeen und Frisörbesuch

Nach so vielen Texten jetzt noch ein paar entspannte Fotos aus Aberdeen, Strand und Tempel am Meer.

                                                                    Fischmarkt  

Zum Schluss. Mein Motto: Wenn Du eine Stadt/Land kennenlernen willst, dann geh zum Frisör. Das habe ich auch in Hongkong wieder beherzigt. Einzigartig, aber Haare wachsen ja nach.Und die Kopfmassage einmalig und den Stress wert! Wirklich. Zweitgünstigster Haarschnitt aller Zeiten. Nur Mexiko war günstiger!

          Ergebnis: Überrascht